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Die Klangheimat

Die Anfänge


Tatsächlich liegen die Ursprünge zur Gründungsidee von Klangheimat viele Jahre zurück in Zeiten größter persönlicher Herausforderungen.
Damals fand sich alles was mir geblieben war, in wenigen Komponenten meiner verstaubten Hifi Anlage aus den Achtziger Jahren reduziert. Ein prächtiger Männer Amp der Marke Pioneer, 20 kg schwer, ein Nakamichi Tape, mit dem ich in den glorreichen Neunziger Jahren meine Abendstunden im Rhein Neckar Dreieck damit verbrachte, Aufnahmen der legendären HR 3 Clubnight auf Kassette zu verbannen, ein paar riesige kistenförmige Canton Lautsprecher sowie ein Thorens Plattenspieler.
Abgestaubt nahm ich das Equipment in meiner neuen Behausung wieder in Betrieb. Die Geräte fristenden bis dahin viele Jahre lang ein trauriges Dasein im Keller.

Die Erkenntnis

Es gab viel auf zu räumen in meinem Leben, vieles war aus den Fugen geraten und ich tat mir schwer eine Orientierung zu finden. Nach der Arbeit verbrachte ich Stunden um Stunden damit, vor meiner schon zur damaligen Zeit, in den 2000er Jahren, veralteten Stereo-Anlage zu sitzen. Die Kassette war praktisch tot und die Schallplatte schon lange aus der Mode und Produktion gekommen. Selbst die CD war im Umbruch, denn MP3 und Streaming begannen die Welt zu bewegen. Auch ich nutzte die Technologie bereits. Spotify gab es zwar noch nicht, aber als gelernte IT Spezialist begann ich schon sehr früh damit CD’s zu rippen um sie auf die Festplatte zu verbannen. Diese Technik nutzte ich schon viele Jahre.
Nun aber alleine mit meinen Gedanken, in den unzähligen Stunden vor meinen alten Schallplatten, bemerkte ich plötzlich einen Einfluss, den der archaisch anmutende Plattenspieler Abspielprozess auf mich hatte.
Den Prozess, für sich genommen mir durch mein Alter zwar noch sehr bekannt, hatte ich aber nie wirklich wahrgenommen. In meiner frühen Jugend gab es ja nur dieses Medium. Abgelöst vom Wunderwerk moderner Digital Technologie. Der Compact Disc (CD)

Die Wirkung

Was ich an mir feststelle war eine Art der Wesensänderung. Eine gewisse Ruhe, eine gefühlte Entspannung als Gegenpol zu meinem belastenden Alltag. Die Schallplatte zwang mich zur Konzentration.
Eine Konzentration aufs Wesentliche: Auf die Musik.
Wo ich noch mit meinen gerippten Musikdateien wild  „durch die Gegend“ zappte und dabei nie wirklich mit intensiven Hören beschäftigt war, so zwang mich der komplexe Abspielvorgang der Schallplatte in einen Fokus.

Analoge Musikwidergabe

Aber an was lässt sich dieser positive Effekt des Schallplattenhörens nun fest machen? Besserer Sound? Wärmere Musikwidergabe? Höhere Musik-Datenrate durch originale analoge Master Aufnahmen? An dieser Stelle möchte ich gar nicht in einen Glaubenskrieg treten. Das mag am Ende jeder für sich entscheiden. Es gibt dennoch ein eindeutiges Alleinstellungsmerkmal der Schallplatte: Sie ist ein haptisches Gesamtkunstwerk!
Man kann sie sprichwörtlich in der Hand halten. Cover zum Betrachten. Umständlicher Wechselvorgang, um sie ganz abzuspielen. Schwierige Titel Suche auf dem Vinyl.
Kurzum: Sie ist altbacken aber sie lebt. Und dabei vermittelt sie uns den langsamen Rhythmus vergangener Tage.
Wenn  man sich erst einmal auf sie eingelassen hat, wird man sich ihr nicht entziehen können. Und Sie steckt uns die Rahmenbedingungen.
Wenn sie in der Lage wäre zu sprechen, würde Sie uns folgendes sagen wollen:
„Wenn Du mich oder einem meiner Geschwister hören möchtest, dann wirst du dir vorher genau überlegen müssen, wer es denn sein soll. Zappen ist nicht mit mir, dazu bin ich viel zu umständlich. Darauf hast du keine Lust. Nimm mich ganz oder gar nicht.“
Eine Schallplatte wird genossen, gestreamte Musik meist nur konsumiert

Die Vision


Schallplattenhörend und nachdenkend, sollte sich in den weiteren Wochen die Idee formen, der Wunsch äußern, ein Unternehmen gründen zu wollen. Eines, das meinen zukünftigen Kunden eine ähnliche Erfahrung zu vermitteln vermag, wie ich sie selbst machte. Einen echten Mehrwert bieten.
Entschleunigung durch bewusstes Musikhören. Den Menschen das zurück geben, was sie durch die enorm hohe Taktrate der Digitalen Zeit zu verlieren scheint. Den Augenblick.
Wenn Goethe damals bewusst gewesen wäre, welche Veränderungen die Welt nach ihm vollziehen würde, die Aussage seiner Worte hätte für die Menschen vor nun bald 300 Jahren sicher noch mehr Sinn ergeben.
„Das Wunder ist des Augenblicks Geschöpf“

Die Gründung

Das Unternehmen Klangheimat nahm Formen an. Zu jener Zeit war ich in Kontakt mit Günter Hannl, den Schöpfer der weltbekannten Hannl Vinylcare Schallplattenwaschmaschinen.
Hannl Mera PlattenwaschmaschineIch war fasziniert von diesen Geräten und habe mir eine solche Waschmaschine privat erstanden um sie mein eigen zu nennen. Diese Maschine verübt übrigens bis heute noch ihren Dienst und ist aktiv damit beschäftigt, täglich Kunden Schallplatten zu waschen.
Herr Hannl hatte mitbekommen, daß ich an der Eröffnung eines Onlineplattenladens interessiert war. Er gab mir den Hinweis, daß ein ihm bekannter Plattenladen beabsichtigte schließen zu wollen und es ein Versuch wert sein können sich zu erkundigen, ob man die Restbestände übernehmen könne.
So verhielt es sich, daß ich mit einem voll beladenen und auf dem Boden schleifenden Kombi, voll mit Schallplatten, nach Hause fuhr.
Zusätzlich zum Restbestand aller Schallplatten ging eine CD mit in mein Eigentum über. Auf ihr befand sich eine Kopie des kompletten Online-Shops „audiophile-vinyl.de“
Mit dem dem ehemaligen Besitzer des Plattenladens vereinbarte ich, daß wir weiterhin zusammenarbeiten wollten. Er beabsichtige zukünftig Hifi Services anbieten zu wollen, ich hätte das Schallplatten Angebot fortführen sollen. So kam es, daß mein Unternehmen fortan unter der Domain vinyl-audiophil.de zu finden war, während sein Geschäft immer noch unter audiophile-vinyl.de betrieben wurden.
Im weiteren Verlauf der Geschichte veräußerte er diese Domain, wodurch bis heute zwei Unternehmen anzutreffen sind, die aber tatsächlich nichts mehr miteinander zu tun haben.
(Anmerkung: wir werden vermutlich im Jahr 2022 komplett auf klangheimat.de umstellen)

Der Online Shop

Bei dem von mir erstandenen Online Shop handelte es sich um ein bereits damals völlig überholtes System, das keinerlei Anspruch mehr an eCommerce gerecht wurde. In unzähligen Stunden passte ich das System an unsere Hosting Umgebung an. Es sollte viele frustrierte Nächte benötigen, bis der Shop schließlich online ging.
Dabei werde ich nie das Gefühl vergessen, wie es sich anfühlte, als die aller erste Bestellung einging.
Zu jenem Zeitpunkt wusste ich in keiner Weise, was ich da eigentlich tue. Aber es führte zu etwas. Das ertrug sich in einer Zeit, in der noch keine „klick mich schnell zusammen“ Online Shops in mannigfacher Ausführung angeboten worden. Natürlich war E-Commerce bereits ein Thema, aber es war noch nicht zum Mainstream geworden.
Auch gab es praktisch keine Schallplatten bei Amazon zu kaufen, JPC war noch klein und die Konkurrenz sehr übersichtlich.
Das Business nahm seinen Lauf, seine ersten unsicheren Schritte. Die ersten Schallplatten wurde im Wohnzimmer verpackt und auf die Reise zum Kunden geschickt. Da der Online-Shop an allen Ecken hakte, wurde im weiteren Verlauf der alte Shop von einer modernen Software abgelöst und mehrfach erweitert.

Wachstum

In den folgenden Jahren taten wir praktisch alles, um unser neues Geschäft so schnell wie es gekommen war auch wieder gehen zu lassen.
Im einem völlig unübersichtlichen Dschungel an Internet Werbe- & Service-Anbietern, Marketingagenturen, Bewertungshersteller Systemen, Zahlungsdienstleistern und echten Halunken, lösten wir unser Geld schneller in Luft auf, als es wieder reinkam.
Ein schmerzhafter Prozess, den man landläufig als Lehrgeld bezeichnen würde. Wir wussten es nicht besser. Dennoch, als positiver Aspekt aus jener Zeit wuchs zumindest die Entscheidung heraus, sich nicht nur einseitig mit Software (Tonträger), sondern auch mit Hardware (Hifi Systeme & Zubehör) zu beschäftigen.
Dies führte dazu, daß Klangheimat heute als Alleinstellungsmerkmal ein allumfassendes Vinyl Angebot vorweisen können und ähnlich stark im Hifi Geräte & Zubehör Bereich vertreten sind. Wir starteten als Plattenladen und entwickelten uns langsam hin zum "All Seller" auch im Hifi Bereich.
Die Entwicklung erfolgte aber stets unter Berücksichtigung der ursprünglichen Vision, Plattenhörer bedienen und Ihnen ein besonderes Erlebnis bieten zu wollen.
Daher ist die Auslegung der Klangheimat bis heute stark Phono lastig und auf Anforderungen analoger Musikwidergabe ausgelegt. Weder verteufeln wir die digitale Musikwidergabe, noch missachten wir sie. Es ist eine faszinierende Technik und zumindest mobiler Version in ständigem Dauereinsatz für mich selbst.

Menschen und Marken

In einer schier unüberschaubaren Marken und Produktvielfalt fiel es uns recht schwer, die richtige Wahl zu treffen, welche Artikel wir anbieten mochten. Es ist unmöglich für alles am Markt stehen. Ohnehin ist es nicht sonderlich von Vorteil und spricht nicht unbedingt für ein profundes Fachwissen, sich als Hifi Supermarkt zu präsentieren. Wo aber nun anfangen, wenn man praktisch keinen Anhaltspunkt hat? Abermals wies einem die Erfahrung den Weg. Learning bei Doing. Wir "taten" und es war nochmalig teilweise recht schmerzhaft. Ärger an allen Ecken und Enden, undschöner Umgangston.
Wir mußten umdenken. Ebenso wie wir möchten, daß unsere Kunden bei uns wegen uns kaufen, genauso wollten wir wegen anderen einkaufen. Wir mußten das reine Produktdenken ablegen und uns in erster Linie auf die Kontakte konzentrierten, mit denen wir es zu tun hatten.
Fortan schauten wir zunächst auf die Menschen hinter den Vertrieben der entsprechenden Marken, bevor wir ans Produkt dachten.
Dies resultierte schließlich in unserem jetztigen Portfolio, bei wir mit netten Menschen und Kollegen von bsw. Scheu Analog, Sieveking Sound, Speakers Corner, Audiotrade, High Fidelity Studio zusammen arbeiten. Nur um einige zu nennen.
Hinter diesen Produkten stehen tolle Marken, hinter den Marken tolle Menschen. Und meist werden diese in Handarbeit produziert.

Jüngste Zeit und jetziges Angebot

Leider missglückte ein Ausflug in den stationären Handel aufgrund falscher Lokationswahl schmerzlich. Wir konzentrieren uns seitdem nur noch auf den Online-Handel. Laden Klangheimat HolzkirchenDer Erfolg der vergangenen Jahre sollte uns recht geben. Er ermöglichte es auch massiv in den Ausbau des Produkt Angebotes zu investieren. Mit ein wenig Stolz können wir heute auf ca. 10.000 angebotene Artikel verweisen, für die wir vor Ort oder mit Partnern die Logistik steuern.
Seit Mitte 2021 sind wir auch mit einem Ebay Shop am Start, über den wir einen Teil unseres Produkt-Portfolios anbieten. Tendenz steigend.

Unsere Mission

Die Digitalisierung hält in allen Bereichen unseres Lebens einzug. Wir möchten uns die guten Aspekte zu nutze machen. Wo Licht ist, ist aber auch Schatten. Sie zwingt uns Menschen in immer schnellere Taktraten, denen wir uns evulotionsbedingt noch nicht angepasst haben. Dies hat einen spürbaren, iimmer stärkeren negativen Einfluß auf unser Wesen. Wir möchten einen Gegenpol schaffen: Wir möchten jedem Menschen achtsame Räume zur Hand geben, in denen sie achtsam sich in Augenblicke zurück ziehen können.

Die Zukunft der Klangheimat

2022 stehen die Sterne auf Veränderung. Wir werden weiterhin wachsen und unserem Versprechen treu bleiben: wir schenken analoge Augenblicke.
Das Produktportfolio wird weiter ausgebaut, um neue themennahe interessante Artikel erweitert, Prozesse optimiert und an unserer Service Qualität weiterhin gearbeitet.
Um uns unsren Kunden mehr anzunähern, werden wir außerdem mit unserem Team verstärkt in Sozialnetzwerken auftreten.

Man findet uns auf Facebook, Instagram, Twitter und jetzt auch in TikTok.

Klangheimat in Oberbayern - AbendstimmungBesucht uns dort, hinterlasst einen Kommentar oder vielleicht ein Like. Wir würden uns sehr freuen.
Wir schauen mit Spannung in die Zukunft, denn auch dort werden wir folgendes tun:

Wir schenken analoge Augenblicke, denn bei uns hat der Klang eine Heimat.

Eine Heimat im schönen Oberbayern mit stolzem Pfälzer Grundton.

Euer Dr. Vinyl & Familie